18.03.2020 19:13 Uhr
Begonnenes zu Ende bringen

FIFA 20: Die Erfüllung Bielefelder Aufstiegsträume

von Niklas Aßfalg

FIFA 20 PC PS4 Xbox One
Foto: EA SPORTS
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Die Coronavirus-Ausbreitung gefährdet den möglichen Aufstieg des DSC Arminia Bielefeld in die Fußball-Bundesliga, im Karrieremodus von FIFA 20 kann das Vorhaben jedoch finalisiert werden.

Sieben Punkte beträgt der Vorsprung der Westfalen vor dem Hamburger SV auf dem Relegationsrang. Ob die Tabellenführung und die damit verbundene sportliche Leistung jedoch belohnt werden, ist angesichts der Coronavirus-Ausbreitung ungewiss. Der Großteil der Sportgroßveranstaltungen weltweit ist derzeit auf Eis gelegt, der Ball rollt auch in der SchücoArena nicht mehr. Virtuell jedoch kann die Saison fortgesetzt werden, für Arminia-Fans ist ein Vorgeschmack der Aufstiegsfeier im Karrieremodus von FIFA 20 möglich. Der Realität entsprechend starten die Bielefelder aber auch in der Fußball-Simulation keineswegs als Favorit in der 2. Bundesliga. Weder der Kader noch die Finanzkraft lassen Dominanz erahnen, weshalb eine Optimierung der personellen Gegebenheiten umso wichtiger ist – wir haben die DSC-Spieler unter die Lupe genommen.

Drei Profis stechen aufgrund ihrer Gesamtbewertung auf den ersten Blick bereits heraus: Mittelstürmer Fabian Klos weist ein Overall-Rating von 76 Punkten auf und ist somit der bestbewertete Bielefelder. Seine Physis (86) sowie die Attribute Stärke (92) und Abschluss (78) machen den 31-Jährigen unverzichtbar – zudem ist Klos als Kapitän die linke Hand des Trainers. In der Mittelfeldreihe sorgt Marcel Hartel (73) für die nötige Kreativität, der offensiv orientierte Knotenpunkt besticht neben jeweils 74 Punkten für Tempo und Dribbling zuvorderst durch seine Beweglichkeit (84). Zwischen den Pfosten besteht ebenfalls kein Handlungsbedarf, Stefan Ortega (74) zählt zu den sichersten Zweitliga-Torhütern, er überzeugt in erster Linie durch seine Reflexe (78). Im Schweden Oscar Linnér (70) wissen die Arminen allerdings auch eine starke Nummer zwei in ihren Reihen.

Yabo für mehr Stabilität in der Mitte

Bei Ortegas und Linnérs direkten Vorderleuten fällt die Wahl schon schwerer: Joakim Nilsson (71) ist der bestbewertete Innenverteidiger, dem 26-Jährigen mangelt es allerdings sowohl an Tempo (56) als auch an Passsicherheit (51). Seinem etatmäßigen Nebenmann Amos Pieper (69) gehen hingegen Übersicht (33) und Stellungsspiel (31) ab. Die sinnvollste Alternative stellt Brian Behrendt (70) dar, der mit 63 Punkten immerhin etwas mehr Geschwindigkeit mitbringt und durch seine Aggression (77) auffällt. Auf der linken defensiven Außenposition sollte Florian Hartherz (69) vertraut werden, er bringt das nötige Tempo (78) und die nötige Ausdauer (92) für die Herausforderungen des Unterhauses mit. Sein Pendant Cédric Brunner (69) dürfte mit 65 Punkten für die Geschwindigkeit Probleme bekommen, die einzig echte Alternative ist Anderson Lucoqui (67), der über ein Potenzial von 77 verfügt.

Im defensiven Mittelfeld führt kaum ein Weg an Manuel Prietl (72) vorbei, der Österreicher verfügt über eine starke Physis (79) und Ausdauer (93). Allein sein Passwert (61) ist ausbaufähig, er ist eher ein Sechser der Marke Abräumer – Tom Schütz (68) wäre zu präferieren, wird erhöhte Kombinationsgabe (67) erfordert. Die Doppel-Acht wird standardmäßig durch den bereits erwähnten Hartel und Jóan Símun Edmundsson (69) besetzt. Problematisch an dieser Kombination ist die fehlende Defensivkraft, sowohl Hartel als auch Edmundsson sind offensiv orientiert. Insbesondere gegen fußballerisch überlegene Gegner sollte daher auf Reinhold Yabo (72) vertraut werden, der immerhin 62 Punkte als Defensivwert mitbringt. Außerdem verfügt der 28-Jährige mit Antritt, Ausdauer und Balance über drei Attribute im 80er-Bereich. Weitere brauchbare Rotationskandidaten für das zentrale Mittelfeld sind Nils Seufert (68) und Patrick Weihrauch (66).

Voglsammer sollte den Vorzug erhalten

Spielführer Klos wird in der Regel von zwei offensiven Flügelstürmern unterstützt, die für zusätzliche Gefahr sorgen sollen. Auf der rechten Seite agiert üblicherweise Jonathan Clauss (70), der Franzose hat seine Vorzüge in der Ausdauer (78), dem Antritt (78) und dem Dribbling (72). Dasselbe lässt sich über den zweiten Part der Zange sagen, auch Cebio Soukou (68) kann den Verteidigern davonlaufen – über einen starken Abschluss verfügen jedoch beide nicht. Hier sollte Andreas Voglsammer (72) ins Spiel kommen, der Angreifer kombiniert Geschwindigkeit (77) mit einem ordentlichen Abschluss (76). Die zweite Alternative wäre Keanu Staude (67), der jedoch ebenfalls nicht als Torjäger bekannt ist. Klos sollte sich übrigens keine schwerere Verletzung zuziehen, der Mittelstürmer weiß als einzigen Back-up Sven Schipplock (67) mit einem 61er-Abschluss hinter sich.