18.03.2021 15:51 Uhr
Rückblick zur Club Championship

VBL: Wechselbad der Gefühle für die Westfalen-Klubs

von Marco Wutz

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Foto: DFL
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Die erste Phase der VBL Club Championship ist vorüber, mit dem VfL Bochum hat es nur einer von drei Vereinen aus Westfalen in die nächste Runde geschafft.

Es fällt schwer, die Leistungen der westfälischen Mitglieder der Division Nord-West in der VBL Club Championship auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Zu unterschiedlich fielen die Ergebnisse des Trios aus: Der VfL Bochum erkämpfte sich im Laufe der Spieltage die Tabellenführung und konnte diese bis zum Schluss behaupten. Der SC Paderborn schlug sich in seiner Debütsaison zwar wacker, landete aber lediglich im Mittelfeld der Tabelle und für den FC Schalke 04 kann die Spielzeit kaum als etwas anderes als eine Katastrophe bezeichnet werden – drei Teams, drei Saisonverläufe.

Der Bochumer Siegeszug

Im Nachhinein lässt sich der erste Doppelspieltag als stellvertretend für die Saison interpretieren: Im Westfalen-Derby schlug der VfL die Königsblauen direkt zum Auftakt, wobei vor allem der Bochumer Ali 'PredatorFIFA' Oskoui Rad seine kontinuierlich starken Leistungen andeuten konnte. Er avancierte in den folgenden Wochen immer wieder zum Matchwinner für sein Team. Fünf Wochen verbrachten die Blau-Weißen auf dem zweiten Rang, ehe sie Borussia Mönchengladbach am neunten Doppelspieltag die Führung entreißen konnten, die schließlich bis zum Ende gehalten wurde.

Starke Ansätze in Paderborn

Der SC Paderborn nahm in der laufenden Saison erstmals an der VBL Club Championship teil, die fehlende Erfahrung hielt den Klub allerdings nicht davon ab, schnell seine Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis zu stellen und immer wieder gegen nominelle Favoriten für Überraschungen zu sorgen. Vor allem der Youngster Justin 'Godly' Kampmeier trug mit seinen Leistungen zu den Achtungserfolgen des Teams aus Ostwestfalen bei, dessen Kader beinahe vollständig aus Newcomern besteht. Zwar fehlte letztendlich die Konstanz, um es ins Spitzensextett zu schaffen, doch der SCP hat in seiner Debütsaison ein klares Ausrufezeichen gesetzt und darf mit der erbrachten Leistung zufrieden sein.

Verzweiflung auf Schalke

Die Spielzeit der Schalker kann im Kontrast zur Saison der Paderborner gesehen werden: Durchaus namhafte Spieler sollten im Trikot der Königsblauen einen VBL-Erfolg nach Hause bringen, doch die "Knappen" fielen zügig in den Tabellenkeller und konnten diesen nicht wieder langfristig verlassen. In den finalen Spielen ließ sich zwar ein Aufwärtstrend konstatieren, doch dieses Aufbäumen kam viel zu spät, um den angerichteten Schaden zu reparieren – zu groß war der Abstand zu den besten sechs Mannschaften inzwischen geworden. Die einzelnen Lichtblicke können in der Gesamtbetrachtung nicht über die unerwartet schwache Leistung der Auswahl hinwegtäuschen. Es kriselte auf Digital-Schalke – zumindest national.