08.11.2019 17:28 Uhr
"Das Interesse wird immer größer"

Zu Gast beim Kaminabend: 'Tim Latka' 

von Niklas Aßfalg

FIFA 20
Foto: FLVW
Foto: FLVW
Ein großer Teil des diesjährigen Kaminabends des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen stand im Zeichen des eSports.

Der Kaminabend der FLVW Marketing GmbH im Deutschen Fußballmuseum erhielt am Donnerstagabend hohen eSports-Besuch: Schalke-Spieler Tim 'Tim Latka' Schwartmann war zu Gast und plauderte aus dem Nähkästchen eines FIFA-Profis. Der Abend stand auch unter dem Motto "Möglichkeiten und Chancen des eSports für Vereine in Westfalen", Schwartmann trug mit Berichten aus seinem eigenen Werdegang zur Entwicklung bei. Auf der Saisoneröffnung 2016 setzte er sich beim Knappencup vor großem Publikum durch, wenig später unterschrieb er seinen ersten Vertrag bei S04. "Meine Eltern und ich waren schnell davon überzeugt, dass die Chance, eSports-Profi zu werden, nur einmal kommt", erinnerte 'Tim Latka' sich. 

Mittlerweile ist der 21-Jährige zu einem Star der Szene herangewachsen, auch die mediale Aufmerksamkeit steigt stetig. "Wir freuen uns immer, wenn wir auf Veranstaltungen sind und nachher ohne Autogrammkarten wieder nach Hause gehen können. Das Interesse wird immer größer", erzählte Schwartmann. Zum öffentlichen Interesse trägt auch die Virtual Bundesliga bei, die am vergangenen Montag in die neue Saison startete. 'Tim Latka' vertritt Königsblau in der VBL Club Championship, seine ersten beiden Einzelspiele endeten jeweils remis (0:0 gegen den FC Augsburg, 3:3 gegen den SV Wehen Wiesbaden). "Es zeigt sich, dass mit den besten FIFA 19-Spielern auch in der FIFA 20-Saison wieder zu rechnen ist", meinte der S04-Profi.

Der Blick geht bereits in die Zukunft

Ein Thema, das auch auf dem neuen FLVWESPORTS-Hub im Vordergrund stehen wird, ist die Gesundheit. "Ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung – Parameter wie diese sind für eine gute Performance entscheidend", stellte Schwartmann fest. Dennoch ist die übliche Karrierespanne kürzer als auf dem realen Rasen, 'Tim Latka' plant bereits für die Zeit nach dem Gamepad: "Ich mache mir Gedanken über meine Zukunft. Mit 28 ist im eSports Schluss, dann lässt das Reaktionsvermögen nach." Obwohl der 21-Jährige seit frühester Kindheit eingeschweißter Schalke-Fan ist, fiel ihm der Gang in die Stadt des Erzrivalen nicht allzu schwer. "Für den eSports kommt man als durch und durch Königsblauer auch nach Dortmund", lachte Schwartmann.